Mittwoch, 21. März 2018

Der frühe Vogel...


…kann liebend gern den Wurm haben. Ich tendiere da eher in Richtung Eule, bleibe abends meistens lange auf und stehe dafür nicht in aller Hergottsfrühe auf. Wer jetzt meint, die Suse liegt bis in die Puppen im Bett und verschläft den Sonnenaufgang, der liegt gar nicht mal soooo falsch. Das mit den Puppen stimmt nicht, aber den Sonnenaufgang verpasse ich tatsächlich regelmäßig gelegentlich. Und jetzt, wo die Tage schon wieder merklich länger werden, sowieso.
Nach dem Aufstehen bin ich meistens noch recht schweigsam (ja, man glaubt es kaum, aber ich hole das alles sehr konsequent im Laufe des Tages nach) und in einer Art Taumel. Ich kann nicht aufstehen, ab in Bad und dann gleich was Essen. Bei geht alles etwas gemächlicher zu. Wenn ich dann irgendwann zur Nahrungsaufnahme bereit bin, dann darf es gern abwechslungsreich sein und je nach aktueller Phase süß oder herzhaft, wurst-,  käse, ei- oder marmeladenlastig. Meistens gibt es Brot oder Brötchen aus eigener Produktion, aber auch da gern mit unterschiedlicher Charakteristik.
Es soll ja Menschen geben, die täglich mit den gleichen Lebensmitteln in den Tag starten. Derselbe Tee, dasselbe Brot, derselbe Belag.
Manchmal gefällt mir nicht mal der Gedanke auf ein Frühstück mit Brot und dann gibt es halt was anderes. Es gibt ja soooo viele schöne Sachen, mit denen man sehr gut in den Tag starten kann. Wenn ich mal wieder eine „süße“ Phase habe, dann mach ich mir z.B. etwas von diesen Dingen:



Joghurt-Melonen-Shake mit Pistazien

Herrlich erfrischend und durch die Pistazien fein nussig. Auf dieses Frühstück bin ich beim Durchblättern der aktuellen Zeitschrift „Lust auf Genuss“ gestoßen. Ideal für jeden, der morgens nicht so viel Essen mag, aber trotzdem etwas Reelles im Magen haben möchte.

Pro Person
2 EL Pistazien
eine Handvoll reife Honigmelone, ohne Schale in grobe Stücke geschnitten
200 g Vollmilchjoghurt
Ein Schuss Sahne



Alle Zutaten in den (Hochleistungsmixer) geben und kurz kräftig pürieren bis eine homogene, geschmeidige Konsistenz entstanden ist. Nicht zu lange mixen, da der Shake sonst zu warm wird.








 Knusprige Zimtis

Als Zimtjunkie und Fan von allem, was so richtig schön knusprig ist, wundere ich mich über mich selbst, dass ich die erst jetzt gemacht habe. In Pinterest habe ich verschiede Rezepte dazu schon lange gepinnt. Keines hat zu 100% zu mir gepasst, so dass ich es auf meine Ansprüche zugeschnitten habe.
80g LM, aufgefrischt (Lievito madre, ein milder Sauerteig), alternativ 5g Hefe
95g Dinkelmehl 1050
75g Weizenvollkornmehl
30g Buchweizenmehl
1 TL Zimt
60g Joghurt
50g Milch
50g Honig
20g Butter
zum Bestreichen 20g Butter, geschmolzen, Zimt-Zucker-Mischung bestehend aus 30g Puderzucker, 25g Rohrohrzucker, 10g Zimt

 Zutaten für den Teig verkneten und warm ca 1,5-2 Stunden gehen lassen, der Teig sollte sich deutlich vergrößert haben. Auf gut bemehlter Arbeitsfläche rechteckig ca. 2 mm dick ausrollen, mit Butter bepinseln und mit der Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig bestreuen. In kleine Quadrate schneiden. Auf einem Blech bei Umluft 150°C im vorgeheizten Ofen ca. 12-15 Minuten backen. Sollten sie nach dem Auskühlen noch zu weich sein, nochmal im Ofen bei Umluft 130°C für ca. 8-10 Minuten rösten.
In eiskalter, frischer Biomilch (mind. 3,5% Fett) mit ein paar Schnitzen frischem Obst genau der richtige Start für Kinder und Morgenmuffel.

 Mit Joghurt und Apfel wird es noch etwas „erwachsener“ und gesünder und schmeckt genau wie Apfelstrudel. Da kann der Joghurt mit der Ecke locker einpacken




Porridge mit gedünsteter Ananas, Kokosflocken und Pinienkernen

Ich mag Getreideprodukte in Milch. Egal ob Müsli, Bircher Müsli (sooo lecker), oder Haferbrei, auf „neudeutsch“ und irgendwie wohlklingender „Porridge“. Letzterer macht auf eine besondere Art und Weise satt. Nicht so, dass man sich gleich so voll und untätig fühlt und am liebsten wieder ins Bett möchte, sondern angenehm und unwahrscheinlich lange anhaltend. Die Zugaben in Form von Obst, Nüssen u.ä. machen das Porridge erst interessant und so richtig abwechslungsreich. Wer es klassisch mag, nimmt Flocken in der zarten Kleinblatt-Variante, die kernigen Typen greifen zum Großblatt.

Pro Portion
40 g Hafer- oder Dinkelflocken
170 ml Milch
1-2 Scheiben frische, geschälte Ananas, ca. 0,5 cm dick
1 TL Rohrohrzucker
2 TL Butter
2 EL Kokosflocken
1 TL Pinienkerne

Haferflocken in einer Pfanne ohne Fett hell anrösten. Zusammen mit der Milch in eine Topf geben, zum Kochen bringen und ca. 2 Minuten köcheln lassen, ausstellen und ziehen lassen.
Kokosflocken und Pinienkerne ebenfalls in der Pfanne ohne Fett anrösten. Achtung, die Kokosflocken nehmen sehr schnell Farbe an.
Ananasscheiben ohne das harte Innere fein würfeln. Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, Ananaswürfel und Zucker zugeben, durchschwenken und 3-4  Minuten garen, bis sich ein leichter Karamell gebildet hat und die Ananasstücke Saft gezogen haben, aber noch nicht zu weich sind.
Haferflocken, Ananas mit dem Saft aus der Pfanne und die gerösteten Nüsse in eine Schüssel geben und sofort genießen.

 

Pancakes mit Schoko-Kaffe-Soße, gebratener Banane und Walnüssen

Ich mach die Pancakes gern mit meinem Lievito madre, einem festen, sehr milden Sauerteig. Alternativ kann man auch ein bisschen Hefe nehmen. Wer morgens nicht genug Zeit hat, den Teig gehen zu lassen, der mischt ihn einfach an Abend vorher an, lässt ihn bei Raumtemperatur für eine Stunde anspringen und stellt ihn dann bei ca. 8°C in den Kühlschrank. Bevor es dann unter die Dusche geht, wird der Teig zum Akklimatisieren aus dem Kühlschrank genommen.
Die Soße kann problemlos am Tag vorher zubereiten und die Walnüsse geröstet werden.

Pro Person
50 ml Sahne
50 ml Milch
40 ml starken Kaffee
100g dunkle Schokolade
50g Crème fraîche
Zucker nach Belieben

60 ml Milch, zimmerwarm
1 guter Esslöffel Lievito madre (LM), nicht älter als einen Tag aufgefrischt
Alternativ 1 erbsengroßes Stück Hefe
50 g Weizenmehl 550
1 Ei
½ EL Zucker
Butter

6 halbe Walnüsse, grob gehackt

1 nicht zu reife Banane
Wenig Zitronensaft
1 TL Butter

Sahne und Milch in einem Top erwärmen, Platte ausstellen. Schokolade hacken und in der heißen Sahne schmelzen. Den Kaffee dazugeben, Crème fraîche unterrühren und nach Belieben mit Zucker abschmecken.

Milch für den Teig in eine Schüssel geben und den LM darin verrühren, bis er aufgelöst ist. Mehl und Ei kräftig unterrühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Zum Schluss den Zucker einrühren. Im Warmen ca. eine Stunde gehen lassen. Entweder danach über Nacht in den Kühlschrank stellen oder sofort verbacken. Dazu etwas Butter in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Etwas Teig in die Pfanne geben. Ich verwende dazu einen Metallring, entferne diesen, sobald der Teig einigermaßen gestockt ist und verwende ihn für den nächsten Pancake. Da die Butter ganz ordentlich aufgesogen wird, immer wieder ein Stückchen in die Pfanne geben. Wenn die Unterseite goldbraun ist, Pancakes umdrehen und zu Ende backen.
In der Zwischenzeit in einer zweiten Pfanne die Walnüsse ohne fest anrösten. Herausnehmen, dann wenig Butter in die Pfanne geben aufschäumen lassen. Banane schälen, schräg in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln und in der Pfanne von beiden Seiten leicht anbraten.
Die warmen Pancakes und Bananescheiben mit der zimmerwarmen Soße und den Walnüssen servieren.


1 Kommentar:

  1. Die Zimtis sind gespeichert - ich weiß schon, wem ich die am Morgen unterschiebe :-).

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