Donnerstag, 18. Januar 2018

Traut Euch!

Aber nicht hier. Auch wenn er nicht ganz so giftig ist, wie es heißt.
Wir können es drehen und wenden wie wir wollen. Das meiste Kochen ist doch Alltagsküche. Menüs und aufwändige Rezepte sind Kür. Aber die Pflicht ist die Grundlage. Und auch wenn wir uns hierfür im Laufe der Zeit ein Repertoire an Bewährtem zugelegt haben, ist es trotzdem hin und wieder nicht verkehrt mal ein wenig zu improvisieren.

Wir hatten einen Freitag Abend und mir war nach Fisch. Allerdings ohne die Möglichkeit auf die bewährten Quellen zugreifen zu können. Also zu den Alternativen.  Da heißt es erst mal einem Bogen um alles Filetierte zu machen. Beim ganzen Fisch kann ich mir eher noch selbst leichter ein Bild machen. Wurde also Forelle. 

Und keinen Plan dazu. Nur dass es keine Müllerin werden soll und irgendwie auch keine Backofendings.  Und als ich die Dinger dann ausgepackt hatte, waren die irgendwie kleiner als gedacht.  Also "Obacht" muss ja nicht trocken werden. Und überhaupt,  was hätten wir denn sonst noch herumliegen? An Frischem eigentlich nur diese, allerdings sehr schöne Kohlrabi. Und sonst das, was immer im Haus ist.

Also den Fisch filetieren und die Filets in je drei Stücke teilen, zwei Eier mit etwas Sahne Salz, Melange Blanc ((oder Pfeffer) und einem Hauch Piment d ́espelette verquirlen. Fisch erst in Mehl, dann in der Eimischung wenden. Anschließend in Panko ( oder normalem Pniermehl) wenden. Etwas antrocknen lassen.

In der Zwischenzeit den Kohlrabi schälen und mit einem Kugelausstecher schöne Kugeln herausstechen.  Den Rest kleinhacken und erst andünsten und dann mit wenig Fischfond (der läuft eh nebenher aus den Karkassen) weichkochen. Etwas Sahne dazu und fein Pürieren.  Ruhig noch etwas Brühe dazu, soll nicht zu dick sein und mit Salz und etwas Harisa abschmecken.  Die ausgestochenen Kohlrabikugeln in der Sauce nicht zu weich garen. Am Schluss das kleingehackte Kohlrabigrün dazugeben. 

Die Fischfilets in heißem Butterschmalz ausbacken.

Dazu passen Salzkartoffeln und eingemachte (oder nachgekaufte) Schmortomaten. 

Zubereitung unter einer Stunde und damit alltagstauglich.  Außerdem schon ein kleiner Frühlingsausblick. Dazu gab es einen sehr schönen Sylvaner von den trockenen Schmitts. 

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