Mit den Jahresrückblicken ist es wie mit dem Christstollen
und dem Spekulatius im Supermarkt, sie erscheinen jedes Jahr früher. Ganz pfiffige
Zeitgenossen haben sogar schon den Jahresrückblick 2013 fertig. Ein ordentlicher Jahresrückblick, so hab ich mir gesagt, hat am letzten
Tag des Jahres zu erscheinen und nicht einen früher. Allerdings interessiert das
dann keinen mehr, weil alles schon gesagt wurde, und zwar von restlos allen und
mehrfach.
Da kann ich kleiner Bloglöwe von mittelmäßigen Verstand
nicht mehr viel nachschieben, alle Listen vom
besten Film, der besten Platte (Rock), dem besten Buch (also meine vollkommen unmaßgebliche Einschätzung), sogar die besten Ausreden hat schon jemand zusammengestellt. Meine Ausrede ist übrigens immer
"Das war ich nicht, das Teil war schon vorher kaputt!"
Allerdings hab ich das ganz Jahr über fleißig im Internet
gelesen, das ist ja mein Job, ich bin nämlich hier auch fürs Bänschmarcking
zuständig. Bei den etablierten, den bekannten Bloggern stell ich hin und wieder eine gewisse Müdigkeit fest. Ist ja auch nicht so einfach, jeden Tag oder
wenigstens mehrmals pro Woche immer wieder mitreißende Geschichten, frische Formulierungen
und originelle Plots zu (er)finden. Manche, so denk ich, bloggen nach dem Motto
"Lieber irgendein Artikel als gar keiner!" Anwesende und hier
Lesende natürlich ausgenommen und alle von der Blogroll und von der Blogroll
von denen, die hier auf der Bogroll sind, und von deren Blogroll … Was wollt ich
noch mal schreiben?
Aber weil ich hier ja immer am Jahresende die Türe zumache,
kommt jetzt eine kunterbunte Liste an Dingen, die mir im Laufe der Jahres in
die Pfoten gefallen sind (wobei die susa gesagt hat, ich soll mich nicht zu
Politik äußern, das wär nix für kleine Löwen) und zwar das Unwichtige, weil das
Wichtige kann ja überall sonst wo
nachgelesen werden.
Erst mal zum Sport:
Ich befürchte, Frau Nessy hört mit dem Handball auf, seit
August haben wir nichts mehr darüber gelesen, das ist sehr schade, wäre aber
verständlich.
Und dann war es natürlich tragisch, dass dem Baumgartner die
Anerkennung seines Weltrekords wegen dieser verdammten 7 cm (oder waren es 7
mm) versagt worden ist, aber Regel ist Regel, das muss selbst ein Löwe
einsehen. Da muss man sich aber doch nicht sooo aufregen!
Und nun Vermischtes:
Zuerst hab ich hier ja gelacht, da bucht eine Dame aus
Sachsen eine Reise nach Porto und landet in Bordeaux. Abgesehen davon, dass ich das Problem nicht verstehe, wer will schon nach
Porto, wenn er auch nach Bordeaux
kann, warum hat die Frau denn nicht mal auf das Ticket geguckt? Mag ja sein,
dass es mit der Aussprache Probleme gab, aber doch nicht mit dem
Geschriebenen?
Dass nicht jeder zwischen den Zeilen lesen kann, ist mal
sicher, sagt die susa. Also ich hab es versucht, aber da steht nichts, wirklich. Wenn
es alle könnten, sagt die susa, dann wär das mit dem sexiest man alive auch nicht passiert.
Außerdem finde ich es schade, dass Frl. Rot nicht mehr
bloggt.
Und dann wundere ich mich immer wieder, wie schnell sich
Sachen im Internet verbreiten und wie schnell die Leute (ja ja, auch wir Löwen)
geneigt sind, das, was sie sehen, zu glauben, auch wenn es sich nachher als ziemlich
anders herausstellt. Während Ihr Euch also dieses Video anseht, geh ich schnell
noch ein paar Projekte pitchen.
Wer immer der Anke Engelke diesen Text für den ESC geschrieben hat "Heute Abend konnte niemand für sein
eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, wählen zu können. Und es ist gut, eine
Wahl zu haben. Viel Glück auf Deiner Reise, Aserbaidschan! Europa beobachtet
Dich!" hat einen verdammt guten Job gemacht.
Ich frag mich, ob denn niemand mehr in Würde abtreten kann.
Wenn das mit dem Gottschalk so weiter geht, dann tingelt der eines Tages noch
durch die Möbelmarkteröffnungen. Es gibt ein Leben außerhalb der
Öffentlichkeit! Wirklich!
Der Günther Jauch, man stelle sich vor, hat seinen eigenen Wein nicht erkannt. Da stürzen sich gleich alle mit hämischem Vergnügen drauf, von Welt bis Bild. Wie schwer Blindproben sind, weiß doch jeder, der mal eine mitgemacht hat. Und Sachkenntnis erschwert im Zweifel die Meinungsfindung. Also, immer feste druff, Hauptsache, die Häme ist bedient.
Der Günther Jauch, man stelle sich vor, hat seinen eigenen Wein nicht erkannt. Da stürzen sich gleich alle mit hämischem Vergnügen drauf, von Welt bis Bild. Wie schwer Blindproben sind, weiß doch jeder, der mal eine mitgemacht hat. Und Sachkenntnis erschwert im Zweifel die Meinungsfindung. Also, immer feste druff, Hauptsache, die Häme ist bedient.
Wir alle lieben das Blog "Tod mein Name" und finden es einerseits schade, dass so
selten neue Geschichten eingestellt werden, andererseits sehen wir ein, dass es
gerade dadurch seinen Reiz behält. Meine Lieblingsgeschichte ist die von Madame Olga.
Die susa könnte allerdings mal ein Blog aufmachen "Frau susa lernt endlich mal fotografieren!" Aber davon wird sie es wahrscheinlich auch nicht lernen.
Und der arme Herr Klute von der Süddeutschen muss ja
Außerdem finde ich es sehr schade, dass es jetzt keine Glühbirnen mehr gibt. Nicht wegen der Glühbirnen, auch wenn es dazu einiges zu sagen gäbe. Aber jetzt gibt es bestimmt bald auch keine Glühbirnenwitze mehr. (Wieviele Foogblogger braucht man, um eine Glühbirne einzuschrauben? Keinen, es reicht, wenn einer die Glühbirne fotografiert, den Wechselvorgang beschreibt und alles auf seinem Blog veröffentlicht).
Zum Schluss noch eine freudige Nachricht in eigener Sache: Ich bin Onkel geworden, Onkel Leo! Mein Neffe ist der schönste, klügste, stärkste, mutigste, drolligste und allerbeste Neffe der Welt, aber seht selbst: PaulO'Malley
![]() |
| mit freundlicher Genehmigung von (C) Arthurs Tochter und Paul O'Malley himself |
Ich hoffe, Euer 2012 war so wie Ihr es Euch gewünscht habt und 2013 wird Euch auch nicht enttäuschen! Wir von Hundertachtziggrad° feiern jetzt ganz gemütlich Silvester und wünschen Euch einen Guten Rutsch und ich be ende unser Blogjahr mit ein bisschen Ringelnatz (gekürzt, susa hat mir nicht mehr Zeilen zugestanden):
Dass bald das neue Jahr beginnt,
spür ich nicht im geringsten.
Ich merke nur: Die Zeit verrinnt
genauso wie zu Pfingsten.
spür ich nicht im geringsten.
Ich merke nur: Die Zeit verrinnt
genauso wie zu Pfingsten.
Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff, Skandal,
Ich speise Hasenbraten.....
...
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff, Skandal,
Ich speise Hasenbraten.....
...
Champagner drängt, lügt und spricht wahr.
Prosit, barmherzige Schwester!
Auf! In mein Bett! Und prost Neujahr!
Rasch! Prosit! Prost Silvester
Prosit, barmherzige Schwester!
Auf! In mein Bett! Und prost Neujahr!
Rasch! Prosit! Prost Silvester
Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
in heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
beginnt ein neues Leben.
in heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
beginnt ein neues Leben.
Bis zum nächsten Jahr, Eure
Suse, Toni, susa, Gottfried und ich, der Leo!



dem 180°-Team ebenfalls ein gutes Neues Jahr
AntwortenLöschenDanke, Dir auch Axel, Dein Löwe Leo
LöschenMeinen absoluten Respekt, Leo! Besser hätte ein Bloglöve 2012 nicht zusammenfassen können!
AntwortenLöschenJetzt binnich aber stolz, Toni
LöschenLiebster Leo, liebe Hunderachtziggradler,
AntwortenLöschenEuch auch ein frohes Neues!
Vi ses!
Lieben Gruss, Christin&Lars, der Hospitant
Wir schicken auch fiele Grüße nach Dänemark! Bis balt
LöschenWow! Ich fühle mich echt geehrt, dass ihr meinen Blog erwähnt und dass ihr meine "Tod-Geschichten" mögt.
AntwortenLöschenIch wünsche Euch alles Gute für 2013 und weiterhin so viel Erfolg.
Liebe Grüße
Kerstin (http://todmeinname.blogspot.de/)