Dienstag, 6. Dezember 2011

180°-Adventskalender - Türchen Nr. 6 - von Leo

Plieseallaumi tuintrodjuhzmaisälf ….. Guten Tag, es wird ja wirklich langsam Zeit, dass wir uns mal kennenlernen: Ich bin der Leo, hauptberuflich Kellerlöwe bei der susa und auch im Hundertachtziggrad-Weinkeller und ich muss auf den Praktikanten aufpassen.

Jawoll, ich bin ein Löwe, der Herr susa meint, ein Löwe mit Idinti… Indentitäts … Iditätskriese … jedenfalls  soll niemand behaupten ich wäre wer oder was anderes. Über meine Rechtschreibschwäche sieht er inzwischen hinweg (und fürs Bloggen liest die susa Korrektur).

Ansonsten habe ich ein feines Leben, ich bin überall dabei, wo es Gutes zu essen und zu trinken gibt und mache mir so meine Gedanken über die Welt, das Leben und wann es wieder richtigen Boddoh Bordeaux gibt und wann die Borussia wieder spielt.


Aber heute bin ich hier der Nikolaus! Ho ho ho! Weil ich heute Geburtstag habe, da bin ich so was wie ein Nikolauskind.

links ich als Nikolaus, rechts ich im richtigen Leben
 (ich bin großer Weinliebhaber)
Den gibt's doch gar nicht, den Nikolaus, hör ich Sie sagen, das ist doch nur ein Werbegag von Coca Cola! Und außerdem hätten sie den eigentlich in echt noch nie gesehen, das wäre ja doch immer der Horst von Vatis Kegelclub gewesen. Ja was glauben Sie denn! Sie konnten doch bereits gestern von Cordula Eich lesen, wie unsere Lieblingsnachbarn, die Niederländer, den Nikolaus feiern. Ist doch klar, dass er dann am 6. Dezember, also am eigentlichen Nikolaustag, so geschafft ist,  dass er sich Hilfe holen muss, in seinem Alter.

Zum Beispiel bei der studentischen Arbeitsvermittlung, bei professionellen Mietnikolaus-Anbietern oder bei dem wunderbaren Wolfgang Liebe oder eben bei mir.

Aber nicht, dass Sie meinen, man könnte einfach so Nikolaus werden, nix da. Nikolaus ist ein Ausbildungsberuf, das muss man von der Pike auf lernen, Kaminkunde, Sockenlehre, ergonomisches Geschenksacktragen usw. Vor allem Buchführung, über alles was so passiert, ganz wichtig - und am allerwichtigsten Pschüscho .... Psychologie, ohne das geht heutzutage sowieso gar nichts.

Schließlich lastet eine ziemliche Verantwortung auf dem Nikolaus und dass das gleich mal klar ist, wer kleinen Kindern mit dem Nikolaus oder einem seiner Assistenten droht (vielleicht weil ihm selber die Argumente ausgehen), dem kommen wir erst mal selber durch den Kamin. Das geht gar nicht! Das ist pedagohgisch pädagogisch vollkommen falsch; Kinder reagieren da äusserst sensibel. Auch lassen Sie sich bloss nicht von diesen Spaßbremsen beeinflussen, die Ihnen weis machen wollen, dass man Kindern gar nicht mit dieser Sache mit dem Nikolaus und dem Christkind kommen soll, von wegen erschüttertem Urvertrauen und Betrug an der Kinderseele und man würde Kinder nur ernst nehmen, wenn man ihnen nichts als die Wahrheit erzählen würde. Mummpitz, sage ich Ihnen, und ich muss es wissen. Kinder lieben Märchen, Geheimnisse und das Wunderbare, sie werden Sie für diese Kindheitserinnerungen umso mehr lieben.

Übrigens, was passiert, wenn man das mit dem Nikolaus nicht richtig macht, kann man in unten stehendem Video deutlich sehen (außerdem ist Bart vollkommen überbewertet und Luzie sagt, der kratzt und kitzelt und das mag sie nicht.)



Der Nikolaus führt ja das ganze Jahr über Buch, und wer recht brav gewesen ist, der bekommt am 6. Dezember eine Süßigkeit und wer nicht, nun ja … so schlimm wird es wohl nicht werden. Aber ins Gewissen reden muss einem der Nikolaus dann doch mal, er oder sein Assistent, der Knecht Ruprecht, Hans Muff, Krampus, Klausen, Hans Trapp oder wie Cordula gestern schon erklärt hat, Swarte Piet, der hat viele Namen.

Ich hab mich anstelle eines bedrohlich aussehenden Knechts lieber der Assistenz meiner liebreizenden Luzie versichert (die bezaubernde Löwin links im Bild), die wollte sich das Gesicht auch nicht schwarz anmalen, sondern lieber ein Engelchen sein mit Flügelchen und goldener Schleife … Frauleuts halt.

Und jetzt muss ich mal in das große 180°-Buch schauen, was sich übers Jahr so angesammelt hat:

Fangen wir mit dem Praktikanten an, dann haben wir das gleich  hinter uns gebracht, der weiß das ja auch selber mit den großen Schwachstellen Pünktlichkeit, Berichtsheft und heimlich in den Weinkeller steigen … ja ja, lieber Praktikant, der Nikolaus sieht alles.

Letztens hast Du nämlich auch noch im Keller die Zeitung liegen gelassen, lieber Praktikant. Also wenn schon, dann hinterlasse wenigstens keine Spuren. Immerhin konnte ich da in aller  Ruhe etwas mehr als immer nur den Sportteil lesen, musste mich aber sofort fragen, wieso der Lothar Matthäus jetzt ein Buch mit dem Titel "Vorerst gescheitert" herausgibt, der fällt doch eigentlich immer wieder auf die Füße.

Bei den Scheffinnen hab ich nicht viel zu beanstanden, gut bei den Geschichten rund um die Rezepte und den Wein, da müssen sie sich manchmal ein bisschen mehr anstrengen, mal wird es zu lang, mal so kurz, dass mich schon Anfragen erreicht haben, ob da eine sauer wäre. Und die susa lernt das mit dem Fotografieren in diesem Leben nicht mehr. Aber die Rezepte sind alle ganz fantastisch. Die Weine auch, auch wenn es immer zu wenig Bordeaux gibt (wieso schreibt man das nicht Boddoh? versteh ich nicht). Luzie, verteil mal ein paar Geschenke!


Auch die anderen Blogger machen das super, ich lese da immer gerne. Am allerliebsten lese ich übrigens auf der Seite  von meinem Freund Willi Igel, obwohl die ja schon länger brach liegt. Ich freue mich vor allem immer, wenn ich auch mal wieder einen männlichen Foodblogger lesen kann, da waren der Robert, der Chef  und der Jörg ja lange Zeit ziemlich alleine auf weiter Flur, jetzt ist mit Wolfgang ein neues männliches Mitglied in diese fast reine Frauendomäne gekommen. Mein Geheimfavorit ist aber immer noch der Artikel von Martin, warum er und nur er den Brigitte Award gewinnen wird *hier* . Mit den Männern das wird ja auch Zeit, zu viele Frauen auf einem Haufen, das geht nicht gut… nein, Luzie, das ist überhaupt nicht frauenfeindlich, das ist einfach so, weiß doch jeder. 

Oh oh, jetzt hab ich was gesagt, da versteht die Luzie keinen Spaß. Frauen wären gar nicht so und Männer könnten auch zicken, das sähe sie oft genug an mir. Ich und zicken? *pffff (noch nicht mal die Rechtschreibhilfe wollte das so hinschreiben, die bot mir "zuckern" an - da sieht man's wieder, kluges Teil, das Programm!).

Da gibt es wohl heute keinen Bordeaux, das kann ich mir abschminken. Aber mit einem Süßwein mach ich mir die Luzie wieder gewogen, ich kenn doch mein Schleckermäulchen. Sie hätten sie mal sehen sollen, beim Besuch von Château Lafaurie-Peyraguey , wie sie dem netten Mädchen noch ein Glas abgeschmeichelt hat.



Und an Nikolaus gibt es nun mal Süßigkeiten, das hat Tradition. Und so eine kleine Flasche passt auch in den Schuh, den Herr susa vor die Tür gestellt hat.

2004 Zweigelt TBA Nr. 1
Nouvelle Vague, Kracher, Neusiedlersee°°° (0.375 l)


ein weiße Trockenbeerenauslese aus der roten Zweigelttraube, die Farbe ist ein goldgelb mit orangen Reflexen. Der Wein duftet nach allen Gewürzen und Aromen der (Vor)Weihnachtszeit, getrocknete Orangen- und Mandarinenschalen, Zimt, Mandeln, Honig, am Gaumen fein saftig und klar, nicht sehr dicht aber von zarter Süße und einer Fülle an Aromen, Zitrusfrüchte, Milchschokolade, auch leicht nussig-erdige Noten. Seidige Textur, feine Säurespiel und ein guter etwas rauchiger Abgang.

So ein Wein passt wunderbar zu einer edlen Vollmilchschokolade, z.B. der Valrhona Tanariva oder Zotter Helle Bergmilch oder einem entsprechenden Dessert.

Mit diesem Wein wünsche ich Euch noch eine schöne Vorwerihnachtszeit und bleibt brav! Ich seh alles! Und ich schreib mir alles auf!

Bis zum nächsten Jahr
Euer Nikolaus

und bis demnächst mal wieder
Euer Leo










Kommentare:

  1. Lieber Leo-Nikolaus,

    das hat großen Spaß gemacht und Du kannst den Cheffinnen und dem Praktikanten ruhig öfter mal die Leviten lesen, nicht nur an Nikolaus! Ist auch nicht schlimm, wenn niemand Deine Rechtschreibversehen ausbessert. Oddografi ääh... Othagraphie....also die Rechtschreibung, die wird völlig überschätzt! Viele Grüße auch an die Luzie.

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  2. Lieber Leo, ich finde, da sind wir ja richtig gut weggekommen. Also vorallem der Praktikant O:-). Wahrscheinlich haben wir das dem guten Einfluss von der Luzie zu verdanken. Deswegen geb ich ihr die Hälfte von meinem Gläschen ab :)

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  3. Lieber Leo,
    zunächst einmal alles Liebe zu deinem Geburtstag.

    Über die Kritikpunkte müssten wir allerdings nochmal sprechen, Länge ist schließlich ein subjektives Kriterium.
    Lass uns dass am besten bei einem Gläschen im Keller besprechen, du darfst den Wein auch aussuchen...

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  4. @Matthias, ich hab mir ja da auch einiges von Dir abgiguckt, Du bis ja eine Respecktsperson.

    @Toni, das freut die Luzie aber

    @Suse, danke für die Glückwünsche, aber ich bin nich bestächlich, Du weis doch, der normale Blogger liest nicht mehr als 50 Zeilen

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  5. Leo, da musst du etwas komplett falsch verstanden haben. Ich rede von Überzeugung nicht Bestechung...

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  6. Leo, was ich schon immer sagen wollte: Du bist der allerbeste Mentor von „ganze Welt“. Alleine wie Du mich manchmal mit Absicht im Weinkeller übersiehst, der auch mal den Schlüssel versehentlich liegen lässt.

    Oder wie großzügig Du über meine Berichtsheftlücken hinweggehst. Und außerdem kümmerst Du dich auch immer, dass ich meinen Post noch fertig mache.

    Gut, das mit der Zeit war jetzt nicht clever von mir. Das prangerst Du mit Recht an. Aber ansonsten warst Du sehr gnädig mit mir.

    Ach, ja, und alles Gute zum Geburtstag!

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  7. Lieber Leo,

    hier muss ich dir vollkommen recht geben. Viel zu viele Frauen in der Foodbloggerscene und nach meinen absolut vertraulichen aber trotzdem zuverlässigen Recherchen gibt es auch nur ungefähr 3 plätzchenbackende Männer und das in ganz Deutschland. Es wird Zeit dies zu ändern.

    Es grüßt einer der drei

    Martin

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