soll James Last anlässlich seines in Kürze stattfindenden Geburtstages gesagt haben, der 82. übrigens, den er gefühlt schon mindestens 8-mal gefeiert hat. Ja ist schon klar, James Last ist ein Rocker, so einer wie Peter Kraus. Und Trollinger ist ein Wein. Und ich bin zwei Öltanks.
Alles Etikettenschwindel!
A propos Etiketten. Einige wissen es schon, andere noch nicht, ich habe da eine Theorie. Theorien sind vollkommen in Ordnung. Visionen sind bedenklich, wer Visionen hat, hat Helmut Schmidt gesagt, der soll zum Arzt gehen. Andere haben einen Traum. Wer stark träumt, hat Oma-verwettetes-Gebiss gesagt, der soll abends keinen Kartoffelsalat essen.
Also Theorie. Natürlich hab ich nicht nur eine Theorie, ich hab die Etikettentheorie, die Kochtheorie und diese Theorie, die man landläufig als Murphy's Law bezeichnet.
Meine Kochtheorie besagt, dass Preis, Ausstattung und Qualität einer Küche umgekehrt proportional zu den Kochkünsten und der Kochleidenschaft ihres Besitzers stehen mit der Untertheorie, dass sich Köche (außerhalb des professionellen Bereiches) in zwei Gruppen unterteilen lassen, nämlich in Gruppe A, das ist die, bei denen das Essen immer seelengut schmeckt und Gruppe B, das ist die, die so kocht, dass die Küche nicht schmutzig wird.
Komm mir keiner mit mise en place und Planung sei alles und man könne auch anders. Mise en place ist für Weicheier!
Was den Wein angeht, so habe ich meine Etikettentheorie. Diese ist schon mit ihrem Kürzel JSDEDBDW in die Weinliteratur eingegangen – je scheußlicher das Etikett desto besser der Wein. In einem Weinforum wurde letztens gefragt, ob sich wer vom Etikett eines Wei
Wichtig ist auf'm Platz, sagt man im Fußball. Und beim Wein ist wichtig im Glas.
Und im Glas haben wir heute ein zartes erfrischendes weil ganz leicht moussierendes Tröpfchen
Abatilles
Sainte Anne, Pays d'Aquitaine °
Ich hatte das Vergnügen in meinem Lieblingsrestaurant in Bordeaux, im Bistro de Sommelier, weswegen ich bitte, die schlechte Bildqualität zu entschuldigen, so ist das halt, wenn man unauffällig (daher ohne Blitz) schnell mal den Auslöser bedient.
Ich weiß gar nicht, ob man die Abatilles (eine Assoziation zu Abatoir verbietet sich, Abatilles ist die Lagenbezeichnung) auch außerhalb Frankreichs kaufen kann, einen Versuch ist es sicher mal wert, vor allem weil hier auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
Von kristallklar heller Farbe und mit dezentem leicht mineralischen Duft, erfrischend und kühl am Gaumen, man würde sich ein wenig mehr Fruchtnote wünschen, im Abgang ein wenig kurz; aber so ist Abatilles ein exzellenter Essensbegleiter, im besten Sinne dienend und erfrischend und der niedrige Alkoholgehalt erlaubt durchaus noch eine zweite Flasche am Abend!
Prost!
Mis en place und Planung ist alles!
AntwortenLöschenWie soll es in der Küche denn RICHTIG chaotisch hergehen, wenn man die Planung, die man beim Kochen über den Haufen wirft, nicht vorher zumindest mal aufgeschrieben hat? Wie will man später, wenn die Gäste weg sind noch rauskriegen, wozu man eigentlich das Schälchen mit dem vorbereiteten Tomatenconcassé gebraucht hätte. Und was auf dem Tellerchen daneben liegt, dieses grüne, feinsäuberlich in 3,4 mm große Quader geschnittene Etwas.
Nee, ohne meine Excel Tabelle mach ich nix!
Den Wein kenn' ich zwar nicht, klingt aber gut....und ich bin froh, dass wir die Rosa-Periode überwunden haben! :-)
Ich bitte Dich, selbst Picasso ..... ok ok ich schreib ja schon nix mehr ;o)
AntwortenLöschenDa kriege ich ja - frei nach Nick Cave- den Abatoir Blues! Ich weiss jetzt nicht genau,in welche Kategorie ich mich als Köchin da einordnen soll: Bin ein bekennendes Planungs-Weichei mit blitzsauberer, aber einfacher Standard-Küche ohne Statuswert und einer langen Gäste-Warteliste.
AntwortenLöschenSusa at its best!
meine hitliste richtig scheusslicher weinettiketten: trevallon ( ich weiss, angeblich sind das kunstwerke von eloi duerrbachs papa, aber aussehen tuts wie die naechtliche lasershow vor einer laendlichen grossraum-disse), im burgund faellt mir armand rousseau ( der chambertin!) ein. mein absolutes highlight ist aber willi schaefer von der mosel- dickbaeuchiger sueffelmoench mit roemer in der hand vorm fass.
AntwortenLöschenKostis sagte schon immer, mis en place ist für Anfänger und der hat's ganz schön drauf. ;)
AntwortenLöschenWas es bedeutet, aufwändig in einer Küche knapp über Campingniveau zu kochen, habe ich jahrelang bewiesen. Nun habe ich endlich "was Ordentliches", trotzdem an Schlichtheit kaum zu überbieten. Für die Ordnung vor allem hinterher ist und bleibt P. zuständig, ich kann mich echt nicht um alles kümmern.
Ein fabelhaftes Erlebnis hatte ich mal mit einem Plattenkauf (für die jungen Leser- es gab etwas VOR der cd) nach Cover. Innen steckte eine geniale Maxi von Julian Dawson & the flood, die mich zum großen Fan gemacht hat.
Aus meiner Zeit im Weinhandel weiß ich, wie die Leute auf die Etiketten von Markus Schneider abgefahren sind. Diese Weine verkaufen sich fast von selbst.
Toller Text! Danke - auch wenn ich Dir in fast allen Punkten widersprechen könnte...
AntwortenLöschenHEY ich kenne mich auf eurem Blog nicht mehr aus! wo ist Suses Teddybär?
AntwortenLöschenHier ist Bufi
AntwortenLöschenhttp://hundertachtziggrad.blogspot.com/2011/03/geheimnisse-einer-bloggerin.html
;o))
Ich schließ mich da dem Matthias an, ohne meine Exceltapete geht nix.
AntwortenLöschenLässt sich der eigentlich gut einlagern, susa? Ich würde da gern aus dem Jahrgang meines Neffen eine Kiste für seinen 18ten kaufen
Apropos Jahrgang... :o)
AntwortenLöschenDer ist natürlich hors d'age, das ist bei Prickelwasser meistens so.
AntwortenLöschenA propos Wasser!
Chapeau Ihr Lieben, Ihr habt natürlich alle gleich gemerkt, dass wir uns einen kleinen Aprilscherz mit dem Mineralwasser in der Weinflasche erlaubt haben, aber Ihr habt fein mitgespielt und nicht gleich "April April!" geschrie(b)en, das find ich toll!
Und nächsten Freitag gibt es wieder richtigen Wein, versprochen.